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Szenenwechsel VI


Tibetische Thangkas in der Hochheimer Kunstsammlung

Ein "Who is Who" der Modernen Kunst offenbart sich in der Hocheimer Kunstsammlung. Der Szenenwechsel VI erweitert die Präsentation um einen Einblick in die Kultur Tibets.

Thangkas spiegeln die Kultur Tibets wider

Die Thangkas in der Hochheimer Kunstsammlung entführen in die komplexe Welt des tibetischen Buddhismus. Sie zeigen den historischen Buddha Sakyamuni in tiefer Meditation, vielarmige Bodhisattvas, deren Ziel es ist, die leidenden Wesen zur Befreiung zu führen, aber auch tantrische Gottheiten, die mit zornvollem Mitgefühl in der Welt wirken. In ihnen spiegelt sich beispielshaft die ganze Geisteswelt des tibetischen Buddhismus, der geprägt ist von dem Ziel, tiefgründige Weisheit und umfassendes Mitgefühl zu entwickeln, die eng miteinander verbunden sind.

Meditativ, lehrreich und hoch geschätzt

Was ist ein Thangka? Ein Thangka (tibetisch: Rolle Bild) ist ein zumeist auf Stoff gemaltes Rollbild, das im tibetischen Kulturkreis verbreitet ist. Es wird zur Meditation in Tempeln oder Hausaltären aufgehängt, auch bei Pilgerreisen, sorgfältig zusammengerollt, mitgeführt.

Dargestellt werden Buddhas, Bodhisattvas, Yidams (Meditationsgottheiten), Schutzgottheiten, aber auch historische Persönlichkeiten oder auch detailreiche Mandalas bis hin zu den paradiesischen Gärten der Reinen Länder.

Neben dem Zweck der Meditation haben die Thangkas als Darstellung der buddhistischen Lehre auch einen vermittelnden Charakter: anhand der detaillierten Malerei können die Reinkarnationen des Buddha und auch geschichtliche Zusammenhänge nachvollzogen werden.

Darüber hinaus hat das Herstellen eines Thangkas einen hohen Stellenwert. Thangkas, die streng für den religiösen Gebrauch gedacht sind, werden nach genau definierten ikonografischen Vorschriften hergestellt. Die Ausbildung eines Thangka-Malers dauert traditionell mindestens 10 Jahre. Das Wissen wird von Meistern in den Klöstern, aber auch von Laien, die ihr Wissen an ihre Söhne, (selten) Töchter weitergeben, gelehrt. Zu besonderen Anlässen werden die Thangkas in Auftrag gegeben und können so positiv für Anlass, Auftraggeber und Maler wirken. Sie werden in einem rituellen Prozess "geweiht", sind "der Sitz der dargestellten Gottheit" und werden mit großem Respekt behandelt.

Präsentierte Thangkas zeigen Bandbreite und treten in Dialog mit Dauerpräsentation

Die Ausstellung "Szenenwechsel VI: Tibetische Thangkas" in der Hochheimer Kunstsammlung zeigt sieben Thangkas mit unterschiedlichen Motiven: lehrreiche Abbildungen sind genauso zu finden wie Mandalas, die der Meditation dienen oder Darstellungen Buddhas. Mit dieser Präsentation kann nicht nur ein Einblick in die Kultur Tibets gewonnen werden, sondern auch die bestehende Sammlungspräsentation in einen neuen Kontext gesetzt werden. Durch den Dialog der Werke aus unterschiedlichen Kulturkreisen wird der Blick geöffnet für neue Fragestellungen, neue Perspektiven und neue Antworten.





Die Sonderausstellung in der Presse



25.06.2016 | Glauben tief im täglichen Leben ...


17.06.2016 | Thangka - Buddha im Mittelpunkt


16.06.2016 | Tiefe Einblicke in den tibetischen ...


27.05.2016 | Tibetische Thangkas / Erleuchtung ...


27.05.2016 | Vorträge, Führungen und Workshops


24.05.2016 | Museumstag in Hochheim


24.05.2016 | Ein Dreieck der Kultur


19.05.2016 | Von Kelten und Tibetern


13.05.2016 | Tibet, Hock und die Kelten





Pressemeldung Szenenwechsel VI


Pressemeldung Szenenwechsel VI
(pdf | 267 kb)

Pressemeldung Museumstag 2016


Pressemeldung Museumstag 2016
(pdf | 319 kb)

Flyer Museumstag 2016


Flyer Museumstag 2016
(pdf | 12,3 mb)






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